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    Magazin Artikel vom 04.04.16
    Was versteht man unter Adult-Baby

    Unter dem englischen Begriff "Adult-Baby" versteht man ein adultes Babysyndrom, auch als Autonepiophilie bekannt, welcher eine außergewöhnliche Sexualpraktik aus dem Bereich des erotischen Ageplay bezeichnet.
    Adult-Baby ist aber kein neues Phänomen, denn dieses Sexualthema gibt es bereits seit Anfang des 20. Jahrhundert's, wodurch eine Form des sexuellen Infantilismus ausgelebt wird.

    Eine weitere Bezeichnung dieser Praktik nennt sich auch "Babyspiel", der vom englischen Begriff "Babyplay" übernommen wurde.
    Betroffene haben dabei aber kein Interesse an kleinen Kindern, sondern besitzen entweder einen sogenannten Windelfetisch, im englischen Diaper-Lover genannt und durch "DL" abgekürzt, oder nehmen im Rahmen von Rollenspielen selbst die Rolle eines Säuglings oder Kleinkindes an, was man dann als Adult-Baby mit der Abkürzung "AB" bezeichnet.


    Beschreibung und Fetischhandlungen des Adult-Baby-Rollenspiel's


    Die ersten Rollenspiele dieser Vorliebe sind oftmals Mutti-Baby-Rollenspiele, welche außerdem zu den beliebtesten Rollenspielen gehören, selbst bei Denjenigen, die die Erwachsenen-Rolle übernehmen. Dabei ist es ganz egal, ob man beispielsweise als fürsorgliche oder strenge "Mutti" in Aktion geht.

    Zur Auslebung der Adult-Baby-Praktik gehört in erster Linie das freiwillige Tragen von Windeln ohne medizinische Notwendigkeit sowie das Benutzen der Windeln für die entsprechenden Ausscheidungen. Nachrangig kann noch entsprechendes Kleinkind-Verhalten hinzukommen, wie beispielsweise das Trinken aus Babyfläschchen sowie das Krabbeln und der Wunsch nach einer Umsorgung durch "Mami" oder "Papi".

    Bei der Adult-Baby-Spielart kann auch herkömmliche Sexualbefriedigung im Sinne von Sex vorkommen, ist jedoch nicht zwangsläufig der Fall. Die Betroffenen können nämlich die Befriedigung auch aus der Fetischhandlung selbst ziehen, weshalb man Adult-Baby-Rollenspiele auch ohne eigentlichen SM-Zusammenhang spielen kann. Aufgrund dessen benötigt man dafür auch nicht zwingend ein BDSM-Studio, denn diese Rollenspiele lassen sich in nahezu jeder beliebigen Wohn-Situation durchführen.
    Natürlich gibt es aber auch spezielle Etablissements für das adulte Baby, mit beispielsweise extragroßen Gitterbettchen und Wickeltischchen sowie Kinderwägen. Erfahrungsgemäß läßt sich darauf aber auch recht gut verzichten, wenn man ein bisschen Fantasie besitzt, und darauf kommt es doch beim Rollenspiel schließlich auch an. Mit etwas Fantasie kann nämlich auch jedes Bett zum Baby-Bettchen, und ein Sling zur Baby-Schaukel werden.
    Sollte die Auslebung aber dennoch nicht zu Hause stattfinden, bringen die Betroffenen ihre Utensilien, die sie zu ihrer Befriedigung benötigen, oftmals noch selbst in einem Koffer mit. Meist befinden sich darin dann Windeln, Gummihöschen und Häubchen sowie Fläschchen und Spielzeug.

    Beim Adult-Baby-Rollenspiel kann auch das Programm durchaus immer gleich sein.
    Zum Beispiel verkleiden sich die Betroffenen dann erstmal für sich alleine in einem Zimmer. Die gewünschte Nanny wird schließlich erst gerufen, wenn man in die Windeln gemacht hat, damit man gewaschen wird und anschließend das gefüllte Fläschchen gereicht bekommt, welches durchaus auch schonmal Champagner enthalten kann. Wenn einem dann noch der Hintern eingepudert wird, fühlt man sich gleich wie im siebten Himmel.


    Männer als Adult-Babys


    Bei betroffenen Adult-Baby-Männern steht beim Spiel oftmals die sexuelle Stimulation und die unmittelbare Lustbefriedigung im Vordergrund.
    Aber auch das Spielen mit Puppen gehört bei Männern mit dazu, genauso wie sich beispielsweise von einem Mädchen saubermachen, wickeln und in den Schlaf wiegen zu lassen. Kinderbettzeug oder Kinderbettwäsche können bei Männern ebenfalls einen starken Eindruck machen und eine lebhafte Erektion hervorrufen.

    Jungs entdecken die entsprechende Neigung und die dadurch verbundene sexuelle Erregung im Zusammenhang mit Kleinkind-Ausstattung durchschnittlich bereits schon im Alter von elf Jahren. Um das 13. Lebensjahr etwa, kommt es dann zu ersten Ausübungen.


    Frauen als Adult-Baby's


    Im Unterschied zu Männern ist bei betroffenen Adult-Baby-Frauen nicht unbedingt die Lustbefriedigung wichtig, sondern vielmehr ein besonders intensives Beziehungserlebnis zu ihrem Partner.
    Aus diesem Grund wollen Frauen auch viel häufiger als Männer ihren Partner in die Fetischhandlung mit einbeziehen. In dieser Handlung wollen Frauen das Baby sein und der Partner soll zum Beispiel die Rolle des dominanten Vaters übernehmen, der das Gefühl des gehorsam seins und des beschützt werdens, vermitteln soll.

    Bei Mädchen stellt sich ein entsprechendes Gefühl für diese Vorliebe im durchschnittlichen Alter von zwölf Jahren ein. Um das 16. Lebensjahr erfolgen dann auch bei ihnen die ersten Ausübungen.


    Adult-Baby-Erziehung


    Bei der Adult-Baby-Erziehung gibt es verschiedene Varianten.
    Zum Einen gibt es da die liebevollle wie auch die strafende oder ungerechte "Mutti". Zum Anderen kann die Erziehung aber ebenfalls durch das "Geschwisterchen" oder die "Tante" sowie der "Gouvernante" oder der "Pastorin" erfolgen.

    Beim Rollenspiel der liebevollen "Mutti" liegt der Schwerpunkt beispielsweise bei der Fürsorge und dem Wohlfühlen. Der "Säugling" wird dabei liebevoll verwöhnt und genießt die Aufmerksamkeit und herzliche Liebe seiner "Mutti".
    Hierzu wird das Adult-Baby dann beispielsweise schonmal gerne in die Badewanne gesteckt oder mit einem Waschlappen unter der Dusche geschrubbt. Danach gibt es frische Pampers auf den frisch gereinigten Popo und zum Beispiel fürs leibliche Wohl einen selbst angerührten Brei als leckeres Ham-Ham. Dazu gibt es noch Milch aus der Flasche und zur Beruhigung darf das "Baby" eventuell auch gern mal an der "mütterlichen" Brust saugen.
    Bei der liebevollen "Mutti" darf sich das Adult-Baby also durch beispielsweise fürsorgliches "Zu-Bett-Bringen", liebevollem Wiegen oder beim Singen von Schlafliedchen einfach entspannen und sich rundum geborgen und wohl fühlen.

    Im Gegenzug dazu, kann das Rollenspiel der strafenden "Mutti" dann sein, wenn diese zum Beispiel ein aufmüpfiges Adult-Baby vor sich hat, welches auch mal einen Klaps mit dem Kochlöffel auf den Popo braucht. Natürlich kann es aber auch mal eine Ohrfeige abbekommen oder muß vielleicht zur Strafe eine nasse Windel lange tragen.
    In der Regel wird hierbei aber auch darauf geachtet, daß keine typischen SM-Spielzeuge eingesetzt werden, da diese in die meisten Adult-Baby-Szenarien nicht hineinpassen.
    Normalerweise werden hierzu auch vor Spielbeginn im Vorgespräch die Grenzen festgelegt, wie viel oder wenig BDSM in das Erziehungs-Rollenspiel mit einbezogen wird.
    Durch braves Verhalten und "Lieb-Sein" kann das "Baby" die Strafen der "Mutti" auch meist noch mildern.

    Natürlich gibt es aber auch noch die ungerechte "Mutti", wenn dies zuvor vereinbart wurde. Diese kommt allerdings in eher selteneren Szenarien vor.
    Die ungerechte "Mutti" erlegt dem braven "Baby" dann hierbei schonmal unverdiente Strafen auf und nutzt seine Hilflosigkeit aus.
    Ein solches Fetisch-Spiel hat allerdings jedoch schon etwas stärkeren BDSM-Charakter.

    Das Geschwisterchen-Rollenspiel wird meist dann gespielt, wenn sich die "Fürsorgende" auch selbst gerne mal als Windelmädchen erleben möchte. Die Rollenverteilung ist dabei meist so gelegt, daß der "passive" Partner als älteres Geschwisterchen auftritt, welcher das kleinere Babybrüderchen oder auch die kleine "Sissy" liebevoll-fürsorglich, oder auch ungerecht-streng versorgen muß.
    Wie bei jedem anderen Spiel dieser Art kann natürlich auch hier, gemäß den Vorstellungen, die Session wieder völlig individuell gestaltet werden, obwohl zu derartigen Szenarien inzwischen bereits schon einige private Stories geschrieben und Hörspiele aufgenommen wurden, die gegebenenfalls auch kostenpflichtig angefordert werden können.

    Beim Rollenspiel mit der Tante, der Gouvernante oder auch der Pastorin begegnet in den verschiedensten Rollen immer eine Erziehungsperson einem "Baby".
    All diese Situationen bieten jedoch auch immer schöne Aufhänger für lustvolles "Role-Play".


    Bekleidung beim Adult-Baby-Rollenspiel


    Einige Adult-Babys tragen besonders gerne Latexkleidung, wie zum Beispiel die Windelhöschen und Strampler, da dieses glänzende kühle Material gut abwaschbar ist, sollte mal ein Brei-Klecks daneben gehen oder ein Spritzerchen Pipi darauf kommen. Andere "Babys möchten allerdings wiederum lieber mollig warme Stoff-Kleidung haben.

    Ähnliches gilt ebenfalls für die Kleidung der "Mami". Oft tragen die "Mamis" lange weite Textilröcke und stillfreundliche Textilblusen.
    Natürlich kann man sich nach Wunsch aber auch in Latex kleiden oder einen Muttertyp darstellen, auf den das jeweilige Baby ganz besonders fixiert ist.


    Kombinationsformen und weitere Rollenspiele des Adult-Baby


    Was hier für das Adult-Baby-Rollenspiel beschrieben wurde, gilt natürlich auch für alle möglichen anderen weiteren Rollenspiele, wie zum Beispiel für das Adult-Teen-Roleplay.
    Im typischen Age-Play unterstreicht das jünger gespielte Alter des Bottoms seine Hilf,- und Wehrlosigkeit sowie das Ausgeliefertsein und seine Bedürftigkeit, wie beispielsweise beim Adult-Teen.
    Hierin kann das Spiel vielleicht darin bestehen, daß der Adult-Teen, also Jemand, der sich in seiner "Spiel-Rolle" bereits im Teenager-Alter befindet, als Strafe für sein unreifes Verhalten von der Erzieherin noch in die Baby-Rolle hinein "erniedrigt" wird. Das kann dann zum Beispiel so aussehen, daß ein gespielter Schulbub von der Lehrerin immer noch Windeln angezogen bekommt und sie ihn als ein Baby hänselt, weil er sich noch so unbeholfen benimmt.
    Gegenteilig wird ein Adult-Teen aber auch vielleicht schon wie ein Erwachsener behandelt, der jedoch nicht altersgerecht von seiner Erzieherin verführt wird, nachdem sie ihn beim jugendlichen masturbieren erwischt hat. Natürlich sind auch hierbei wieder die verschiedensten Konstellationen denkbar.

    Wenn man im Vorfeld die gewünschten Fantasien kennt, können diese ja durchaus ins Spiel mit eingebaut und entsprechend Feedback gegeben werden.
    Für ein gelingendes Spiel ist aber natürlich vor Allem das Wohlfühlen in und mit der Rolle unabdingbar.
    Um aus einer Begegnung also ein schönes Erlebnis zu machen, besteht die Grundvoraussetzung daher lediglich aus einer Mischung der richtigen Accessoires und Fantasie sowie der Freude am Improvisieren und Einfinden in die Rolle.

    Selbstverständlich können Teil des Adult-Baby-Szenarios aber zusätzlich noch Komponenten aus dem Bereich der sexuellen Dominanz und Unterwerfung oder der erotischen Laktation sein.
    Grundsätzlich werden auch häufige Überlappungen zwischen den einzelnen Formen vermutet, in denen diese Präferenz auftritt.


    Wohin kann man sich wenden


    Mit sehr großer Mehrheit berichten Betroffene, daß ihre Handlung weder Probleme mit sich bringt, noch daß es diesbezüglich zu Unwohlsein kam.

    Zum Interessenaustausch bieten hierzu entsprechende Internetforen Möglichkeiten.
    Entsprechende Kleinkind-Ausstattung in Erwachsenengrößen kann bei spezialisierten Onlinehändlern erworben werden.


    Schlußwort


    Lange bevor man erwachsen wurde, lehrte ein Teddy schon so Manchen, was Liebe wirklich heißt. Nämlich da zu sein, wenn man gebraucht wird.
    Bewertung (Durchschnitt): +5  Durchschnittliche Bewertung +5
    Bisher 1 mal bewertet

    Kommentare:
    Von
    xxxxxxxx
    10.04.2016
    und es macht spasss und ist beruhigend

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